Dienstag, 20. November 2012

Kurzkommentar zu Joh 3,8

"Der Wind weht, wo er will."
Niemand kann sagen, wo der Heilige Geist überall wirkt. Zwar können wir anzeichen dafür finden, doch weder wissen wir, woher er kommt, noch, wo er uns hinführt. Niemand kann daher zu einem anderen sagen: "Ich habe den Heiligen Geist, du aber nicht!" Daher beschränkt sich der Weise darauf zu hoffen: Er hofft, er selbst sei vom Geist Gottes geleitet und erlöst und er hofft auch, der andere habe ebenso den Geist und sei errettet. Daher versucht der Weise, die Haltung der Demut einzunehmen. Denn sie behütet vor vorschnellen Urteilen und hochmütigen Erklärungen und bewahrt davor zu meinen, man wüsste, wie der Hl. Geist weht. Nicht umsonst verurteilt das Hl. Konzil von Trient das "eitle Vertrauen der Häretiker". Denn niemand kennt Ihn und niemand kann Ihm befehlen. Nur Der kann den Hl. Geist senden und nur Der weiss genau, wo und wie Er wirkt, Der vom Himmel herabgestiegen und Der wieder in den Himmel hinaufgefahren ist.

Doch wie können wir dann überhaupt hoffen?
Weil uns Christus der Herr versprochen hat, Er werde uns den Hl. Geist zur Führung senden, weil Er es bereits an den Aposteln getan hat und weil die Hl. Kirche in Seinem Auftrag die Firmung als Sakrament des Hl. Geistes spendet.

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