Mittwoch, 10. Oktober 2012

Teresas Spanien

Ich war ja in Spanien und habe dort auch ein paar Tage in Avila verbracht. Und jetzt weiss ich warum Teresa von Avila eine der größten Mystikerinnen der Christenheit war. Das hälste da sonst nämlich nicht aus. Ich habe noch nie eine derartige Anhäufung von deprimierenden Kirchen gesehen. Dagegen ist der Escorial ein Rokkoko-Lustschloss. Alles Dunkel, finster, bedrückend, nackter harter Stein und in Finsternis getauchte Goldaltäre mit Brockatmarias und grausigen Schnörkeln.

Aber zumindest hat uns diese Gegend die Heilige Teresa beschert, von der wir hier in nächster Zeit viele schöne Zitate bringen wollen.

Übrigens war ich auch in Alba de Tormes, dem Sterbeort der Heiligen. Hierzu ein paar Tips:
1. Der riesige Torso an der Hauptstraße ist nicht die Kirche, wo sie begraben liegt.
2. Die geschlossene Kirche mit der Friedenstaube ist es auch nicht.
3. Die Kirche mit dem Grab der Heiligen steht praktisch unausgeschildert an einem Platz, der über eine fussgängerzonenmäßige Nebenstraße erreicht werden kann.
4. Die beiden Hauptreliquien der Heiligen Teresa sind nicht im Altar, sondern im Museum gleich daneben untergebracht - zwecks Verehrung wird das Mitführen von ausklappbare Betstühlen empfohlen.
5. Wenn das einer der wichtigsten Pilgerorte Spaniens sein soll will ich nicht wissen, wie es bei den anderen aussieht.
6. Der Hl. Johannes vom Kreuz hat (in Segovia) ein viel schöneres Grab.

Kommentare :

  1. Ich war noch nie da... und jetzt hoffe ich auf einige Fotos. Aber- auf die Schönheit der Gräber kommt es doch nicht an. Beiden Heiligen ging es um etwas anderes, worum auch wir uns ständig kömmern sollen... Prima. Weiter so und danke!

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  2. Insbesondere das Sterbedatum der Heiligen ist "einmalig".

    http://daquodiubes.blogspot.de/2012/10/die-heilige-und-der-kalender.html

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