Samstag, 20. Oktober 2012

Samstäglicher Newsticker

Berlin: Nachdem die sogenannte Punkband "Pussy Riot" für den Lutherpreis vorgeschlagen wurde, fordern führende Vertreter des deutschen Katholizismus nicht abseits zu stehen. Nach unbestätigten Gerüchten überlege die deutsche Bischofskonferenz, den Bandmitgliedern eine Auszeichnung zur Förderung des Dialogs zukommen zu lassen. Die Gemeinschaft Wir-sind-Kirche-und-ihr-nicht nominierten die Band und besonders ihre Bandleaderin Nadeschda Andrejewna Tolokonnikowa für den Verantwortungs-Preis, die Initiative "Papstweg Jetzt!" für den Friedensnobelpreis und die Sprecherin der Organisation Opus Hominis forderte die Verleihung des Christusordens für die Sängerinnen sowie die Exkommunikation des Patriarchen Kyrill.

Paris: Nachdem sich der Oberrabiner von Frankreich Gilles Bernheim gegen gleichgeschlechtliche Ehen ausgesprochen hat forderte der Verband der Lesben und Schwulen in Frankreich seinen sofortigen Rücktritt wegen Diskriminierung einer Minderheit. In Deutschland hingegen hält sich die "Gemeinschaft der Homosexuellen für eine gerechte Welt" mit Kritik zurück. Man bedauerte aber die Haltung. Man habe gehofft, das die diskreminierten Minderheiten untereinander mehr Solidarität zeigen würden.

Essen/Berlin: Die Initiative "Gleichheit für alle in der Kirche Jetzt!" widerspricht Bischof Overbeck in seiner Beurteilung, praktizierende Katholiken hätten tiefergehende Fragen als die nach Frauenpriestertum und Zölibat. Die Initiative setze sich ausschließlich aus praktizierenden Katholiken zusammen, die wenigstens einmal pro Jahrzehnt einen Gottesdienst mit Priester besuchten und regelmäßig zur ewigen Schöpfergöttin beteten. Und man könne versichern, das die Mitglieder der Initiative genau diese Fragen hätten und keine anderen. Die restlichen könnten sie sich nämlich Mittels ihrer Empfindungen auch unfehlbar selbst beantworten.

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