Dienstag, 30. Oktober 2012

Aus der Geschichte lernen?

Der Herr Alipius hat gestern eine Zeitungsüberschrift von 1963 gepostet, die den Priestermangel in der Diözese Passau ausruft. Dazu passend las ich neulich einen Artikel einer links-liberalen Zeitung, in der diese sich äußerst zufrieden damit zeigt, dass die Zahl der katholischen Theologen und besonders die Zahl der Seminaristen in Deutschland stetig sinkt. Da immer weniger Priester geweiht werden, hofft sie, dass man den Klerikalismus der Kirche aus Mangel an Priestern schon bald loswerden würde. Dann ginge entweder die Kirche unter oder aber sie würde sich für neue Ideen öffnen und endlich bürgerlich-konform werden.

Nun werdet ihr mich fragen, was denn das mit dem Artikel von 1963 zu tun hat?
Eigentlich gar nichts. Denn der Zeitungsartikel ist vom 17. Mai 1873.

Den Untergang der Kirche rief die Frankfurter Zeitung damals aus, weil im Erzbistum Freiburg 1872 "nur" 19 Priester geweiht wurden. Da können wir heute nur von träumen. Allerdings nahm die Zahl der Neugeweihten seit den 80er Jahren in Freiburg auch wieder drastisch zu. Warum? Nach erfolgreicher Ultramontanisierung des Klerus und der Priesterausbildung konnte das Erzbistum Freiburg nach dem Kulturkampf wieder seine steigende Seminaristenzahlen vorweisen. Und wie ich höre, nimmt die Zahl der Seminaristen z.B. im Frankfurter Priesterseminar wieder zu, seit wir unseren neuen Bischof haben. Aber da kann man ja keine Parallelen ziehn, gelle.

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