Donnerstag, 27. September 2012

Die Seele sei beständig betrübt, damit sie sich nach Gott sehne

"Ein Bruder fragte einen Altvater: "Wie kommt es, obwohl ich stets um Tränen bitte, da ich höre, daß die Alten weinten, kommen mir dennoch keine Tränen, und meine Seele betrübt sich nicht?"Der Greis antwortete ihm: "Die Kinder Israels kamen erst nach vierzig Jahren in das Land der Verheißung. Die Tränen sind wie das Land der Verheißung: wenn du dorthin gelangen willst, dann darfst du keinen Kampf scheuen; denn der Herr will, daß die Seele betrübt sei, damit sie sich ständig danach sehne, in dieses Land einzugehen!"
Quelle: Weisungen der Väter, Spruch 992.

Kommentare :

  1. Aber ist die Seele denn nicht betrübt, WEIL sie sich nach Gott sehnt? Und andere Gründe zur Trübnis daneben verblassen.

    Huppicke

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  2. Das ist dann sozusagen Schritt 2.
    Schritt 1 ist, dass die Seele betrübt sein will, weil sie sich nach Gott sehen will. Denn die beständige Sehnsucht nach Gott ist der Beginn der Vollkommenheit.
    Schritt 2 ist dann, wenn die Seele beständig aus Sehnsucht betrübt ist.
    Vergleichen wir es vielleicht geographisch:
    Schritt 1 ist die Wüste
    Schritt 2 das gelobte Land
    und Schritt 3, nämlich die Erfüllung in Gott, ist der Tempel.

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