Donnerstag, 9. August 2012

Benedikt XVI. über das Gebet


Aus der Generalaudienz vom 09.04.2008:
"Im gesamten zweiten Buch der Dialoge erläutert Gregor, wie das Leben des hl. Benedikt in eine Atmosphäre des Gebets eingesenkt war, das tragende Fundament seines Daseins. Ohne Gebet gibt es keine Gotteserfahrung. Die Spiritualität Benedikts war aber keine Innerlichkeit außerhalb der Wirklichkeit. In der Unruhe und Verwirrung seiner Zeit lebte er unter dem Blick Gottes und verlor gerade so nie die Pflichten des täglichen Lebens und den Menschen mit seinen konkreten Bedürfnissen aus den Augen. Indem er Gott sah, verstand er die Wirklichkeit des Menschen und seine Sendung. In seiner »Regel« bezeichnet er das monastische Leben als »eine Schule für den Dienst des Herrn« (Prol. 45) und verlangt von seinen Mönchen, daß »dem Gottesdienst [d. h. dem Officium Divinum bzw. dem Stundengebet] nichts vorgezogen werden soll« (43,3). Er hebt jedoch hervor, daß das Gebet in erster Linie ein Akt des Hörens ist (Prol. 9–11), der dann in konkretes Handeln umgesetzt werden muß. »Nach all diesen Worten erwartet der Herr, daß wir jeden Tag auf seine göttlichen Mahnungen mit unserem Tun antworten«, sagt er (Prol. 35). So wird das Leben des Mönchs zu einer fruchtbaren Symbiose zwischen Aktion und Kontemplation, »damit in allem Gott verherrlicht werde« (57,9)."
Aus der Generalaudienz vom 01.08.2012:
"In seinen Schriften erinnert uns der Heilige daran, vor allem eine lebendige Beziehung zu Gott zu verwirklichen. Er hat ein kleines, schönes Buch über das Gebet geschrieben, in dem er uns sagt: Der Mensch braucht die Beziehung zu Gott. Und wie soll er sie haben, wenn nicht anders als dadurch, daß er mit ihm spricht. Das tägliche Gebet und die Teilnahme an den Sakramenten lassen dann die Nähe und Gegenwart Gottes in uns wachsen, die uns hilft, den wahren Lebensweg zu finden. Es gibt ein Wort des heiligen Alfons, das sehr elementar ist: »Wer betet, wird sicher gerettet, wer nicht betet, geht sicher verloren«. Der Heilige Geist helfe uns, daß wir Lust am Beten finden, gerade in den Ferien, und so die innere Beziehung zu Gott herstellen und unser Leben weiter, reicher und größer wird."
Aus der Generalaudienz vom 08.08.2012:
"Der heilige Dominikus, dessen Gedenktag wir heute feiern, war ein Mann des Gebets. Es heißt von ihm, daß er, wenn er redete, entweder mit Gott oder von Gott redete und daß für ihn Betrachtung und Apostolat ganz ineinander gingen. Die Formen des Betens, die von ihm überliefert werden, zeigen, wie wichtig dabei auch die körperliche Haltung ist: sitzen, stehen, knien, auf den Herrn hinschauen, sich sammeln. Der Leib muß mitbeten, und es braucht eine Umgebung der Stille für eine rechte Sammlung. Die Beziehung zu Gott im Gebet stärkt unseren Glauben und gibt uns auch Kraft, den Herausforderungen des Alltags standzuhalten. Mühen wir uns deshalb jeden Tag um Zeiten des Gebets."
Quelle: hier

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...