Montag, 2. Juli 2012

Pastoraler Dienst ist Anteil an der Hirtensorge der Kirche

Pastoraler Dienst wird ja heute nicht nur von Priestern wahrgenommen, sondern auch verstärkt von hauptamtlichen Laien. Diese Personen haben damit Anteil am Hirtendienst der Kirche in seinen zahlreichen Formen. Leider, so muss man sagen, sind diese Leute oft mehr Bezahlchristen, deren katholische Gesinnung man mit dem Elektronenmikroskop suchen muss. Dessen ungeachtet sind sie notwendig, weil es zu wenige Priester gibt, und wichtig, weil sie noch stärker ihren Sitz im Leben als viele Priester. Entsprechend dieser neuen Bedeutung werden sie heutzutage im Rahmen einer Messe ausgesandt, also mit ihrem Dienst beauftragt. Letzten Samstag war das auch in Limburg der Fall, als fünf pastorale Mitarbeiter (das Innen kann mich mal) vom Bischof beauftragt wurden, der Kirche des Herrn und dem pilgernden Gottesvolk zu dienen. Hier der Kommentar des Bistums:
"Pastoraler Dienst ist Anteil an der Hirtensorge der Kirche", sagte Bischof Tebartz-van Elst in seiner Predigt. Im festlichen Pontifikalamt griff er das Bild des guten Hirten, der die Menschen führen, mit seiner Liebe geleiten und als Gemeinschaft zusammenführen will, auf. "Wer die Stimme Jesu in den Worten der Heiligen Schrift, die zu Herzen gegangen sind, im Ohr hat, findet den richtigen Tonfall, die Herde zu hüten und zu heiligen", so der Bischof. Pastoraler Dienst brauche Stimmen, die Stimmigkeit vermitteln. Die innere Haltung des Hirten übertrage sich nämlich immer auf die Herde. Sein Handeln sei die Hilfe, dass alle miteinander so in Bewegung kämen, dass jeder einzelne finde, was ihn nähre. Nach den Worten des Bischofs muss der Dienst in der Seelsorge zuerst ein geistliches Fundament haben. Es gehe darum, im Gebet mit Gott zu sprechen und auf ihn zu hören. Nur so könne die Stimme des guten Hirten gewonnen werden. Bei den vielen Tönen, die es zum Glück in der Kirche gebe, sei es wichtig, die Harmonie und das Ganze im Blick zu haben. "Pastoraler Dienst braucht die Einheit mit der Kirche, damit die Stimme des guten Hirten durchkommen kann", erklärte Tebartz-van Elst. Wo Kirche und Gemeinden untereinander uneins seien, weil eigene Meinungen die maßgebliche Stimme sein wollen, weideten am Ende die Schafe für sich und gingen in der Zerstreuung verloren. Helfer des guten Hirten zu sein, bestehe darin, die eigene Stimme in den Dienst der Stimme Christi zu stellen, ihr Resonanz zu geben und in der Kirche Gottes zum Wohlklang beizutragen. "In der Orientierung an der Stimme des guten Hirten findet sich der positive Grundton der Pastoral", so der Bischof. Sprichwörtlich mache der Ton die Musik und der Aufbruch in der Kirche beginne erst mit dem guten Ton. Es brauche Worte, "die aufrichten und ermutigen, die nicht zuerst über die Probleme in den Möglichkeiten lamentieren, sondern die Möglichkeiten in den Problemen identifizieren". Nicht Kritik von außen, sondern Liebe von innen stifte zur Erneuerung an. Pastorale Mitarbeiter seien immer Persönlichkeiten, die den Hirten beim Vorangehen, Mitgehen und Nachgehen begleiten und unterstützen. Es brauche den Hirten der vorlaufe und dann die Schritte vermittle, die er zuvor selbst gegangen ist. Es brauche zudem in der Pastoral Mitarbeitende, die unter den Menschen sind, die mitgehen, mitfühlen und wenn es nötig ist, den Menschen nachgehen, mit ihnen Freude und Leid aushalten und ausharren könnten."

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