Dienstag, 29. Mai 2012

Priesterweihe im Limburger Dom

Vorgestern hat Bischof Tebartz-van Elst Diakon Christian Fahl, den ein wenig persönlich zu kennen ich die Freude habe, gespendet. Zwar war es leider "nur" ein Weihekandidat, trotzdem ist natürlich auch "nur" eine Weihe schon eine große Gnade für das Bistum und zugleich das zentrale Ereignis im Leben des Neupriesters. So hat denn der Bischof in seiner Predigt besonders den Weihekandidaten angesprochen, aber auch für alle Gläubigen die Aufgabe und Rolle des Priestertums skizziert und damit einen wichtigen Aspekt des christlichen Lebens, das ein Leben in Gemeinschaft und mit den Sakramenten ist, angesprochen. Im weiteren soll daher aus dem entsprechenden Beitrag auf der Internetseite des Bistums zitiert werden:
"Priesterlicher Dienst ist Hirtendienst für die Menschen und für die Kirche", so Tebartz-van Elst. In seiner Predigt machte er deutlich, dass priesterlicher Dienst kein Selbstzweck sei und auch wenig mit Selbstverwirklichung zu tun habe. Es ginge vielmehr darum, Menschen zusammenzuführen und die Herde zusammenzuhalten. Dies sei im Bild des guten Hirten (vgl. Joh 10, 14) erfahrbar, das eine Einmütigkeit zeige, die das Miteinander höher bewerte als die eigenen Meinungen. "Es ist ein Zusammenhalt, der aus dem Innersten der Kirche kommt, der Hingabe des Herrn für seine Herde", erklärte der Bischof. Im priesterlichen Leben gehe es um diese Hingabe und um einen Hirtendienst, der immer auch mit einem geistlichen Gehorsam verbunden sei. "Es geht um eine Hingabe, die sagt, was gesagt werden muss, ohne einen Ton anzuschlagen, der trennt. Es geht um einen Gehorsam, der nicht mundtot machen darf und genauso wenig sich nur das heraus nimmt, was einem passt", so Tebartz-van Elst. Gehorsam in der Kirche sei die Gabe, das Ganze zu sehen und die Bereitschaft, dem Ganzen zu dienen. Gehorsam sei mehr als Disziplin und Loyalität und dürfe nicht blind sein, sondern beinhalte einen "Freimut zum wahren Wort im lauteren Ton und genauso die Haltung des Respekts, sich einbinden zu lassen." Er bewahre geradezu davor, dass einem Hören und Sehen vergehe. Priesterlicher Dienst beginnt nach den Worten des Bischofs jeden Tag neu damit, das Ohr des eigenen Herzens zu neigen, um die Stimme des Herrn, des guten Hirten, zu hören. Nur aus diesem täglichen Lauschen, könne der Priester seine Gemeinde dazu bewegen, "Jesus als den guten Hirten aus den vielen Worten der Medien und der Meinungen herauszuhören". Der Priester müsse geistlich hören können, um ein Lauschender zu sein, aus dem ein Liebender werde. Er müsse Worte und Wege finden die aufrichten und zusammenführten. "Gehorsam ist Liebe und nicht Zwang", so der Bischof. Leidenschaft aus Liebe begründe einen Gehorsam aus freier Gesinnung. Wo der Gehorsam verloren geht, bleibe auch der innere Zusammenhalt einer Gemeinschaft auf der Strecke."

Dem H.H. Christian Fahl gratuliere ich ganz besonders herzlich, wünsche ihm alles Gute für seinen priesterlichen Dienst und Gottes reichen Segen für ihn und alle, denen er Hirte sein darf.

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