Donnerstag, 3. Mai 2012

Möglichkeiten zur Ermittlung der korrekten Wandlungsworte

Dr. Andreas Püttmann, seines Zeichens bekanntester Statistiker des deutschsprachigen Katholizismus, hat dankbarerweise auf einen sehr, na wie sag ich das freundlich, engagierten Artikel seines Kollegen Joachim Frank brieflich geantwortet. Unter kath.net kann man den Brief einsehen. Besonders gut hat mir folgendes Zitat gefallen:
"Zweitens würde mich interessieren, welche Alternative Sie anzubieten haben? Eine Kirchenvolksabstimmung per Mausklick à la Piratenpartei vielleicht, oder ein Schriftgelehrten-Konklave der meistgelesenen Theologieprofessoren?"
Mal ganz unbescheiden möchte ich an dieser Stelle weitere Möglichkeiten in die Diskussion werfen, wie man die korrekten Wandlungsworte noch ermitteln kann:

Uta Ranke-Heinemann, Hans Küng und weitere Größen des deutschen Katholizismus tanzen sich in Derwisch-Manier in Trances und ermitteln auf diese Weise "Was Jesus wirklich gesagt hat".

Man stellt sich auf ein freies Feld und legt zwei Missales mit den verschiedenen Wandlungsworten auf zwei Altäre, in sechs Metern Abstand. Dann ruft man Gott an und legt fest, dass jenes Missale die korrekten Wandlungsworte enthält, auf die zuerst ein Vogel kackt.

Man schlachtet einen Ochsen, entnimmt die noch dampfende Leber und prüft daran nach, ob es den Göttern den überhaupt gefällt, dass der Papst jetzt die deutschen Wandlungsworte geändert haben will.

Man baut eine Zeitmaschine und fragt Jesus selbst, was er denn gesagt hat. Mögliche Antwort: Wenden sie sich an Petrus, der ist dafür zuständig. Mögliche Antwort von Petrus: Wenden sie sich an meinen Nachfolger, der ist dafür zuständig. Mögliche Antwort des Nachfolgers vgl. Aussage Benedikts XVI.

Die Befürworter und die Gegner der "neuen" Wandlungsworte treffen sich auf einer Wiese nahe dem Weißwurstäquator und diskutieren das ganze in alter konziliarer Tradition aus: Mit Bischofsstäben, Kopfnüssen und Bartziehen.

Und mein Lieblingsvorschlag: Man legt die ganze Frage einfach der unfehlbaren Frau Prof. Dr. Dr. Wilhelmine Küsselbecker vor, die dann in ihrer unendlichen Weisheit entscheiden wird, dass Jesus weder für alle noch für viele gestorben ist sondern eigentlich nur für sie.

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