Donnerstag, 17. Mai 2012

Christi Himmelfahrt: Bildhafter Bitte!

Ich war ja schon immer ein Fan von kräftigen, bildhaften und ganzheitlichen liturgischen Ausdrucksformen. Dem biblischen Geschehen Ausdruck zu verleihen und es nicht nur vorzulesen finde ich daher eine gute Idee und bedaure es sehr, dass viele Formen des Ausdruckes heute verkümmert sind. Auch Christi Himmelfahrt wurde im bildliebenden Mittelalter etwas anders begangen als heute:
"In der Kirche wurde eine Christusfigur in das Gewölbe hinaufgezogen, dann regnete es aus dem Gewölbehimmel Blumen, Heiligenbildchen und zum Teil auch brennendes Werg, das die Feuerzungen des heiligen Geistes darstellte. Manchmal war es üblich, zusätzlich zur Himmelfahrt Christi das Gegenstück zu veranschaulichen: aus dem Kirchengewölbe wurde eine Teufelsdarstellung gestürzt, die dann von der Gemeinde geschlagen wurde; mit diesem Himmelsturz bzw. Höllensturz wurde die Herrschaft des Bösen beendet, Christus konnte damit den ihm zustehenden himmlischen Thron einnehmen. Bis heute wird oft an diesem Tag die Osterkerze ausgeblasen, die in der Osternacht entzündet und geweiht worden war, da Christus nun nicht mehr leibhaftig unter den Jüngern ist. Üblicherweise wurde an Christi Himmelfahrt nur Fleisch von Geflügel (fliegendes Fleisch) gegessen."

Quelle hier

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