Freitag, 24. Februar 2012

Napoleon und die neue Religion

Zu Zeiten seiner höchsten Macht wurde Napoleon durch den damaligen englischen Gesandten in Paris geraten, er solle den Papst abschaffen und seine eigene Religion gründen. Nur dann würde er wirklich unumschränkt herrschen.
Hierauf antwortete der Kaiser, er habe weder das eine noch das andere vor. Denn um eine neue Religion zu gründen, müsse man auf den Kalvarienberg steigen. Und das habe er nicht vor.

Zudem soll Napoleon zu einer anderen Gelegenheit gemeint haben, wenn es die Kirche nicht geben würde, hätte er sie erfinden müssen.

Wenngleich beides natürlich einen gewissen Zynismus des Machtmenschen Napoleon wiederspiegelt, steckt doch Wahrheit drin:
Alle neuen Religionen unserer Tage zeichnen sich durch einen Mangel an dem aus, was Jesus einst Golgota besteigen ließ: der Liebe. Und ohne diese Liebe sind sie, langfristig, nicht konkurrenzfähig.
Und die Bedeutung der Kirche oder der Religion für die Gesellschaft. Wir erfahren gerade die ersten Vorboten der Ereignisse, die das große Vakuum der späten 60er und beginnenden 70er Jahre in unserem Denken und Leben hinterlassen haben. Vorboten, die auf weit schlimmere Probleme hinweisen. Glücklicherweise müssen wir jedoch die Lösung nicht erst erfinden. Wir müssen uns aber sehr wohl darum bemühen.

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