Donnerstag, 16. Februar 2012

Lehre der Kirche - Lehre der Hoffnung

Unter liberalen Menschen geht das Gerücht um, die Lehre der katholischen Kirche sei eine Drohbotschaft. Die bösen Pfaffen würden den Leuten erzählen, sie kämen in die Hölle, wenn sie nicht täglich ihr Ave Maria mümmeln und beim Priester Seelenstriptease machen würden. Außerdem müsse man an den Papst glauben und seine Prada-Schuhe küssen.

Das ist natürlich Quatsch. Für den Fusskuss zieht der Papst Spezialpantoffel an.

Doch kommen wir zum Eigentlichen. Neulich war ich mal wieder bei den geliebten Brüdern und Schwestern im Irrtum - vulgo Protestanten. Genauer gesagt waren es Evangelikale. Die haben einen kurzen Doku-Film gezeigt zum Thema Mission. Er ging um ein Missionsteam, dass auf einer Missionsstation im hintersten Neuguinea arbeitet. Zu denen kamen zwei Angehörige eines Stammes aus dem allerhintersten Neuguinea, nochmal sieben Hügel und Täler weiter im tiefsten Urwald. Ultraarchisch. Weiss der Himmel wie haben die beiden bzw. der ganze Stamm mitbekommen, dass es eine Botschaft von einem Gottmenschen namens Jesus gibt - was auch immer sie darunter genau verstehen. Sie wussten auch, dass sie dem Teufel gehören - was auch immer sie darunter genau verstehen - und baten dringend darum, man möge doch Missionare zu ihnen schicken, damit sie gerettet werden würden. Denn sie wollten nicht dem Teufel gehören und nicht in die Hölle kommen, sondern sie wollten Gott gehören und ihm dienen.

Bis dahin würden wir sagen, dass der Herr selbst ein großes Wunder an ihnen getan hat, indem er gnadenhaft in ihnen den Wunsch geweckt hat, Christus anzugehören.

Aber jetzt kommt die Pointe.
Mit großem Bedauern teilten ihnen die Missionare mit, dass sie leider niemanden hätten, der ihnen helfen könnte. Die Panikattacke der armen Kerle, sie wollten aber nicht in die Hölle kommen und sie wollten doch an Christus glauben und sein Wort hören, mussten sie leider zur Kenntnis nehmen. Denn wenngleich es ihnen unendlich schwer viel, so war es ihnen leider nicht möglich, den Stamm vor der ewigen Verdammnis zu retten, indem sie ihnen das Wort Gottes brachten. So blieb am Ende des Films die Hoffnung und Aufforderung, sich aufzumachen, damit diese armen Leute, die Christus doch angehören wollten aber, aus Ressourcengründen, nicht konnten, doch noch durch das heilbringende Wort vor der Hölle gerettet würden.

Hierzu ein Zitat aus Jakob Linden S.J.: Die Wahrheit des katholischen Glaubens, Stuttgart 2009, S. 67:
"Protestantische Lehre: Selig werden kann man nur, wenn man einer christlichen Religionsgemeinschaft angehört."
Wir finden diese Meinung, Originalausgabe 1912, im vorliegenden Beispiel aus der Mission bestätigt, insoweit man unter "einer christlichen Religionsgemeinschaft" angehören versteht, dass man die Bibel liest bzw. hört, glaubt wie die Missionare es einem Vorgeben/die Bibel auslegen und sich schließlich in eine Gemeinschaft eingliedert.

Lesen wir mal im genannten Buch, welche Meinung die katholische Kirche - zur Erinnerung: Drohbotschaft, böse, rückständig, menschenfeindlich - lehrt; wieder S. 67, 67f:
"Wer ohne eigene Schuld nicht katholisch ist, dabei aber aufrichtig die Wahrheit sucht und nach bestem Wissen Gottes Gebote hält, gehört zwar nicht äußerlich, wohl aber innerlich zur katholischen Kirche und kann darum selig werden."
"Kein Mensch wird ohne seine eigene Schuld von Gott verdammt. Darum können auch die selig werden, die ohne eigene Schuld nicht in die wahre Kirche eintreten."  
Was also hätte ein katholischer Missionar - gleich ob 1912 oder heute - den armen Stammesangehörigen aus dem hintersten aller Winkel wohl gesagt?
"Ja, ihr kommt in die Hölle, weil wir keine Leute haben um sie zu euch zu schicken" oder "Ich erkenne in eurem Wunsch, sich vom Satan zu lösen das gnadenhafte Wirken Gottes. Daher bemüht euch, so gut ihr könnt, diesem eurem Wunsch nach Gott zu folgen, bis wir jemanden zu euch senden können. Und seid gewiss, dass der Herr ein ehrlich zu ihm strebendes Herz nicht verschmähen wird."

Soviel zum Thema: die katholische Religion ist böse, rückständig und menschenverachtend.

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