Sonntag, 12. Februar 2012

Kurzgedanken zu Mk 1,40

"Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde."
ruft der Aussätzige Jesus an.

Aber es sind mehr als die Worte eines Einzelnen oder einer Gruppe. Es ist der Ruf der ganze Menschheit, die vom Aussatz der Sünde gequält wird. Es ist der Schrei der Ausgestoßenen, die ihre Heimat im Paradies verloren haben.  Wir alle sind dieser Aussätzige, weil wir alle unsere wahre Heimat durch die Sünde verloren haben und zu Verstoßenen in der Welt geworden sind. Wir verkümmern vor den Toren der Himmlischen Stadt Jerusalem und wandeln gleich Untoten über die Felder.

Und doch ist es kein Ruf der Verzweiflung. Es ist ein Ruf der Hoffnung. Denn der Aussätzige hat begriffen, dass Jesus in reinigen kann. Und was vielleicht noch wichtiger ist: Er stellt es Jesus frei, ob er es tut. Er tritt nicht fordernd auf, fussstampfend, über die Ungerechtigkeiten der Welt lamentierend und verlangend, Jesus habe ihn gefälligst zu reinigen. Er erkennt Jesu freien Wahlentscheid an und unterwirft sich ganz seinem Willen. Er hofft wider aller Vernunft das Jesus in reinigen will. Der Aussätzige geht uns darin voran. Wie er so können auch wir nur auf das Mitleid des Weltenrichters vertrauen.

Das es kein falsches Vertrauen, kein irriges Hoffen ist, zeigt uns das Weitere. Denn wie zum Aussätzigen sagt Jesus auch zu jedem von uns: "Ich will es - werde rein!"


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