Freitag, 17. Februar 2012

Büchertisch

Heute möchte ich drei Bücher vorstellen, die ich sehr empfehlen kann:

Alle drei sind von Carsten Peter Thiede.
Thiede (*1952, †2004) war ein deutsch-englischer Literaturwissenschaftler, Historiker, Papyrologe und anglikanischer Geistlicher. Zu seinen Veröffentlichungen gehören auch drei Bücher, die ich selbst gelesen habe und die ich sehr gut fand:

Jeweils über Jesus, Petrus und Paulus.
Im Wesentlichen fand ich zwei Dinge sehr gut an ihnen:
Erstens bieten sie sich als gut verdauliche Kost an, die zugleich ein hohes Niveau an wissenschaftlicher Reflexion bietet. Eine leichte Schwäche der Bücher besteht darin, dass hier keinerlei Fussnoten gesetzt werden, sodass viele kritische Aussagen nicht leicht am Original nachgeprüft werden können.
Zweitens nimmt das Buch die Bibel ernst. Der Historiker Thiede begreift die Bibel grundsätzlich als eine Quelle, wie jede andere auch. Damit tut er der Bibel nicht etwa Gewalt an oder würdigt sie herab, sondern er anerkennt die Leistung ihrer Autoren. Anders als die sogenannte historisch-kritische Exegese, vor deren historischen Methoden die meisten Historiker schreiend weglaufen, deutet Thiede die Bibel nicht bis zur Unkenntlichkeit um, sondern behandelt die Quelle authentisch. Besonders schön in diesem Zusammenhang sind die gelegentlichen Spitzen gegen die heutigen Exegeten.
Diese drei Bücher sind damit ein hervorragende Beispiele für neue Entwicklungen in der Bibelforschung und sowohl für Laien als auch für Spezialisten zur lehrreichen und unterhaltsamen Lektüre geeignet.



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