Mittwoch, 18. Januar 2012

Wir wollen ...

Wir freuen uns, heute wieder Frau Prof. Dr. Wilhelmine Küsselbecker zugast zu haben. Frau Prof Dr. Küsselbecker, sie haben vor kurzem die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Humanismus und Freiheit Sauerberg-Osthafen erhalten. Doch das ist ja nur eine Veränderung in ihrem Leben. Sie wurden nämlich auch zur Sprecherin der Organisation Opus Hominis gewählt, die sich für Menschenrechte in der katholischen Kirche einsetzt.

Bevor wir beginnen, möchte ich doch darauf hinweisen, das "Sprecherin" nicht der korrekte Titel ist.

Natürlich. Entschuldigen sie bitte. Korrekterweise müsste es heißen: die unter dem Diktat des Heiligen Geistes nach dem Ratschluss Jesu gewählte und durch hellstrahlendes inneres Licht ernannte große und rechhabende Stimme der Weisheit und der Rechtschaffenheit, der Zungenschlag der Freiheit, die Posaune des universalen Glaubens. Aber, wie dürfen wir sie denn jetzt anreden?

Nun, da ich auf Titel und dergleichen Zierrat keinen Wert lege, erlaube ich ihnen mich nur als Frau Prof. Dr. Dr. Küsselbecker SOH anzusprechen. 

Wir danken ihnen sehr dafür, Frau Prof. Dr. Dr. Küsselbecker SOH. Die von ihnen vertretene Organisation setzt sich ja für zahlreiche Projekte und Ziele ein. Können sie uns einiges davon kurz vorstellen?

Sie haben Glück. Denn um unsere Ziele auch für ein weniger brillantes Publikum verständlich zu machen, habe ich einen kurzen Katalog mit unseren Kernzielen aufgestellt. Diese sollen sie nun hören:
Wir wollen:
Die Abschaffung des Weihepriestertums und die Förderung des allgemeinen Priestertums aller Mensch_innen.
Die Wahl der Gottesdienstvorsteher_innen aus der Gemeinde heraus.
Die Wahl eines Rates zur Leitung der Gemeinde und zur Überwachung der Gottesdienstvorsteher_innen.
Die Entlohnung der bisher nur ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen der Gemeinden, sowie einer Diät für die Mitglieder der Ratsgremien.
Die Abschaffung aller Schranken für Mitglieder anderer Konfessionen, Andersgläubiger oder Ungläubiger im Empfang von Brot, Wein und anderen Symbolen geistlicher Natur.
Die Abschaffung der Sonntagspflicht, der Aufforderung die Beichte zu empfangen und aller anderen Mittel zur Unterwerfung der Gläubigen unter das Terrorregime des autokratisch herrschenden Klerus.
Die Wahl eines Gesamtdiözesanrates, Name Zentralkomitee der Versammelten Räte der Diözese, zur Überwachung des Bischofs.
Die Abschaffung des Bischofsamtes und die Einführung des Amtes des_r 1. Sekretär_in des Zentralkomitees, um die dienende Funktion bewusst zu machen.
Diese_r Sekretär_in muss folgende Voraussetzungen gemäß der Schrift erfüllen: Wenigstens zweimal verheiratet gewesen sein, davon wenigstens einmal in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft, Kinder von minimal drei verschiedenen Personen oder aber gar keine, keine Vorstrafen ausgenommen alle außer politischen, kein Mitglied einer Partei ausgenommen SPD, Grüne, Linkspartei und Piraten, keine Kenntnisse des Italienischen und des Lateinischen um Kontakt nach Rom zu verhindern, Berufserfahrung, wobei ein minimal 15 jähriges Studium der Soziologie, Politologie und der Religionswissenschaften als Beruf gilt. 
Abschaffung des Papstes und des Vatikans.
Frauenquote - 60 % - für das Kardinalskollegium.
Streichung aller Dogmen, Vorschriften und Regelungen sowie Verbrennung des Katechismus.
Übertragung der Bibel in eine angemessene Sprache zur Erhellung jener Lehren die Jesus vertreten hat, darunter: Frauenquote - 50 % - der Apostel, daher: Johanna, Tochter des Zebedäus; Philippa; Simone; Andrea; Jakobina, Tochter des Alphäus, Thomasina. Auch muss die wahre Stellung Maria Magdalenas als Frau und gleichwertige Partnerin Jesu herausgestellt werden. Des weiteren die Streichung der Kreuzigung und der Auferstehung, aller Passagen die Juden kritisieren, aller Passagen die Andersgläubige kritisieren, alle Passagen die andere Forderungen als die der allgemeinen Menschenrechte vertreten. Außerdem sollen alle übrigen Legenden, darunter besonders die Wunder, um der Wahrheitsliebe willen gestrichen werden. In den Paulusbriefen müssen alle Passagen herausgenommen werden, die Frauen, Juden, Nicht-Christen sowie andere Personen oder Gruppen diskreminieren. Der Jakobusbrief ist ebenso wie die Offenbarung des Johannes ganz zu streichen, weil sie Schund sind. Im Alten Testament ist die Allbeseelung der Natur in der Schöpfung und dessen allegorischen Charakter besser herauszuarbeiten.
Weitere Punkte könnte ich anführen, ich will es aber einmal dabei belassen.

Vielen Dank Frau Prof. Dr. Dr. Küsselbecker SOH für dieses interessante Gespräch. Ich hoffe, sie ehren uns bald wieder mit ihrer Anwesenheit

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