Donnerstag, 26. Januar 2012

Mission: Wer ist wirklich geeignet?

Am Weltmissionstag hat Papst Benedikt XVI. allen Katholiken an das Beispiel der frühen Christen erninnert. Wie diesen soll auch allen heutigen Katholiken die Verbreitung des Glaubens ein wichtiges Anliegen und eine persönliche Aufgabe sein.

Hierzu haben wir die Expertin für kirchliche Missionsarbeit, Frau Prof. Dr. Dr. Küsselbecker, um ein Statement gebeten:

Ich kann dem römischen Bischof Benedikt Joseph Ratzinger nicht zustimmen.
Wie meine Forschungen ergeben haben - vor kurzem in meinem neuen Buch "Der nachösterliche Jesus als Beispiel für psychosozial indizierte Phantasmatas" erschienen - wie also meine Forschungen ergeben haben, besteht kein allgemeiner Auftrag der Jesusanhänger, ihren Standpunkt gegenüber dritten darzulegen. Von Mission wollen wir ja gar nicht reden. Denken wir nur an die Gewalttaten, die alleine der Apostel Paulus bei seinen Missionsreisen begangen hat. Leute die bei seinen Predigten eingeschlafen sind wurden aus dem Fenster geworfen, das kam sicher öfter vor. 
Dessen ungeachtet ist die Darlegung der jesuanischen Positionen Aufgabe des hierzu qualifizierten Personals. Also von Menschen mit einer akademischen Ausbildung und wenigstens einem Doktortitel in praktischer Theologie, in der Lehre Unwissender und Minderbegabter erfahren z.B. durch einen Lehrstuhl, engagiert in den Vereinigungen z.B. als Lektor_in und Kommunionhelfer_in, zugleich Mitten im Leben stehend mit beiden Beinen auf der Erde. Natürlich gehört auch noch eine gewisse Eloquenz dazu, ein sicheres Auftreten und ein ausgeprägtes Charisma. Zudem ist dringend anzuraten, dass solche Personen einen Kurs in Didaktik und Diskussionsleitung besucht haben oder selber leiten, so wie ich, damit sie auf die infantilen Fragen mancher Suchender dezidierte und fein abgestimmte Antworten geben können. So habe ich doch neulich gehört, wie ein Student einem atheistischen Kommilitonen erklärte, Jesus habe die Kirche gegründet. Was nun wirklich nicht stimmt. Vielmehr war ja Jesus der geistliche Führer einer Wandergemeinschaft, die ... Aber ich will nicht ins Plaudern kommen. Ich denke aber, ich habe das Problem und die Anforderungen eines Vertreters der jesuainischen Position treffend dargestellt und damit eine begründete Position gegen den, Verzeihen sie, Schund des römischen Bischofs bezogen.

Frau Prof. Dr. Dr. Küsselbecker, wir danken ihnen sehr für ihr Statement. Aber erlauben sie uns noch eine Frage: Wer kann überhaupt missionieren, bei so hohen begründeten Anforderungen?

Nun, wenn sie mich auf ein praktisches Beispiel festnageln wollen, so muss ich ihnen sagen, dass ich in meiner unmittelbaren Umgebung nur eine qualifizierte Person kenne: Mich.

Frau Prof. Dr. Dr. Küsselbecker, wir danken ihnen für das Gespräch.

Kommentare :

  1. :) :) :) :) Wundervoll! Ich seh sie vor mir....

    Mary

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  2. Wenn es nich Satire wäre, dann könnte man echt meinen... ;-)

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