Dienstag, 10. Januar 2012

Augustinus zu Joh 6,38

Gestern haben wir uns mit der zweiten Stufe der Demut und besonders mit Joh 6,38ff beschäftigt. Dazu gibt es auch einen schönen Kommentar zu Augustinus, der leider nicht verarbeitet werden konnte, der ich jedoch hiermit nachreiche:

Joh 6,38:
"Denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat."
Augustinus:
"Die Seele entfernte sich von Gott, weil sie dem Hochmut verfiel. Wegen des Hochmuts hat uns Gott von sich gewiesen, durch Demut aber kehren wir zurück. Wenn ein Arzt bei der Therapie einer Krankheit, die durch eine bestimmte Ursache hervorgerufen wurde, nur die Krankheit heilt, nicht aber die Ursache beseitigt, dann heilt er nur für eine gewisse Zeit, und die Krankheit wird zurückkehren. Damit er also die Ursache aller Krankheiten heile, nämlich den Hochmut, ist der Sohn Gottes vom Himmel herabgestiegen und demütig geworden. Was für einen Grund hast du, Mensch, hochmütig zu sein? Vielleicht schämst du dich, einen niedrigen und demütigen Menschen nachzuahmen, so schäme dich wenigstens nicht, den demütigen Gott nachzuahmen. Denn hier ist die Empfehlung der Demut! "Ich bin nicht gekommen, meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat". Der Hochmut tut seinen eigenen Willen, die Demut den Willen Gottes. [...] Demütig bin ich gekommen, um Demut zu lehren. Wer zu mir kommt, wird meinem Leibe eingefügt und somit demütig. Und daher wird er nicht hinausgeworfen. Hinausgeworfen wird nur der Hochmut."
Quelle: http://www.catena-aurea.de/ljaomndef.html

Kommentare :

  1. "Vielleicht schämst du dich, einen niedrigen und demütigen Menschen nachzuahmen, so schäme dich wenigstens nicht, den demütigen Gott nachzuahmen." Yeah, das ist es! Vielen Dank für die Anregung!

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  2. Bitte. Augustinus ist halt immer für was gut.

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