Dienstag, 13. Dezember 2011

Ist das Fasten geboten?

Der Hl. Thomas von Aquin antwortet:
"... so ist es Aufgabe der kirchlichen Oberern, solche Dinge gesetzlich voranzutreiben, die sich auf das Gemeinwohl der Gläubigen in geistlichen Dingen beziehen. Fasten ist aber nützlich sowohl zur Tilgung wie zur Verhinderung von Schuld und zur Erhebung des Geistes zu geistlichen Dingen. Jeder aber ist von der Natur gehalten, soe viel zu fasten, wie nötig, um die genannten Ziele zu erreichen."
"Und weil die Mehrzahl der Menschen im allgemeinen eines solchen Mittel bedarf - einmal, "weil wir alle in vielen Dingen fehlen" (Jk 3,2), sodann, "weil das Fleisch wider den Geist gelüstet" (Gal 5,17) - war es angebracht, daß die Kirche einige Fasten einsetze, die alle verpflichten."
"Sie stehen auch nicht gegen die Freiheit des gläubigen Volkes, sondern sind vielmehr nützlich, um die Knechtschaft der Sünde zu beseitigen, die der geistlichen Freiheit widerstreitet. Von dieser heißt es Gal 5,13: "Ihr aber, Brüder, seid zur Freiheit berufen; nur, daß ihr die Freiheit nicht zum Anlaß für das Fleisch gebraucht."
Quelle: Thomas von Aquin, Summa Theologica, II,2-147,3

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