Montag, 12. Dezember 2011

Homosexualität - Respekt oder Anerkennung?

Ich erinnere mich noch, wie ich in einem Vorlesungssaal saß und eine Ausgabe des Vatikan-Magazins laß. Neben mir eine Komilitonin, die sich offenbar langweilte und in mein Heft hineinlinzte. Ihre Frage, ob sie das mal kurz lesen dürfte, habe ich natrülich bejaht. 30 Sekunden später bekam ich das Heft zurück mit dem Kommentar, "das", gemeint war der Inhalt des Artikels, würde ich doch wohl nicht glauben. Das sei doch unmöglich. Das könne man doch heute nicht mehr machen. Meine Antwort war, dass ich keinen Grund sehen würde, warum man das nicht so sehen sollte und dafür sei. Eigenstandermaßen etwas schwach. Das ganze bezog sich auf einen Beitrag einer Lebensschützerin, die, löblich, ihre Meinung über Abtreibung und die Verhinderung derselben darlegte.

Nun hat das erstmal wenig mit Homosexualität zu tun. Mittelbar kann man beides aber vergleichen. Denn das Prinzip ist das gleiche. Heutzutage ist Homosexualtität gesellschaftlich genauso in wie Abtreibung. Macht man halt. Und die böse böse Kirche diskreminiert die Abtreibenden bzw. die Homosexuellen, weil sie sie nicht machen lässt, was sie wollen, sondern sich erdreistet, ihnen mit der Bibel in der Hand zu sagen, was dem Wort Gottes entspricht und was eben nicht. Das macht sie furchtbar unbeliebt. Und einen Katholiken, der sagt, dass die Kirche da recht hat, der wird dadurch auch nicht angesehener. Der ist dann irgendwie faschistoid, wenigstens aber menschenverachtend.

Aber wieso eigentlich?
Wir fordern ja nicht die Steinigung eines Menschen, nur weil der homosexuell ist. Schön auf den Punkt gebracht hat das der Limburger Bischof Tebartz-van Elst:

"Als katholische Kirche können wir nicht teilen, was damit [gemeint ist die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern, Anm. d. B.] gemeint ist. Gott hat Mann und Frau füreinander geschaffen, aus ihrer lebenslangen Verbindung in Liebe und Treue erwächst Nachkommenschaft. An dieser Schöpfungswirklichkeit können und dürfen wir nicht vorbeigehen. So sehr jedem homosexuell veranlagten Menschen persönlicher Respekt gebührt, so wenig darf das christliche Verständnis von Ehe und Familie dadurch relativiert werden."

Quelle: http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13752936/Die-Ehe-von-Mann-und-Frau-hat-Prioritaet.html

1 Kommentar :

  1. Das ganze kommt daher dass seit ca. 2 Generationen so gut wie kein Priester - erst recht kein Bischof - mehr das Wort "Sünde" in den Mund nimmt.
    "Das darf man nicht machen", reicht eben nicht, um die Leute vom Bösen abzuhalten. Ich fürchte, sie sagen heutzutage nicht mal mehr so was. Unser Novus Ordo-Priester aus Indien in unserem bayerischen Dorf (wo wir nicht hingehen, sondern zur fssp 50 km entfernt) hat doch zu Ostern tatsächlich in einem Gemeindebrief geschrieben, "man solle auf sein bisheriges Leben zurückschauen und sich sagen, es sei doch alles gut gewesen!" Ja Himmel hilf! Kein Wunder dass jeder nur noch tut, was ihm sein Bauch eingibt.

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