Dienstag, 29. November 2011

Vom Fasten und von Rebhühnern

Die Hl. Theresa von Avila soll zum Thema gesagt haben:
"Wenn Fasten dann Fasten, wenn Rebhuhn dann Rebhuhn."
Auf unsere heutige Zeit könnte man übertragen sagen: Wenn Fasten dann Fasten, wenn Weihnachtsplätzchen dann Weihnachtsplätzchen.
Ich weiss natürlich, dass ich mich furchtbar unbeliebt damit mache, wenn ich den Leuten sage, sie sollen Plätzchen und Schokolade in der Weihnachtszeit reinschaufeln, aber doch nicht vorher. Aber ich mach es trotzdem weiter. Denn ich finde schon, dass man nicht alles zu allen Zeiten machen kann bzw. machen sollte. Ich Esse ja auch keinen Christstollen im Hochsommer. Oder Bananensplit im tiefsten Winter.
Gut, Weihnachtsplätzchen ist man eingestandermaßen mitlerweile auch in der Adventszeit. Habe ich ja früher auch gemacht und das ist ja auch kein Vorwurf.

Aber neben der spirtuellen Seite gibt es ja auch eine psychologische. Man freut sich auf Weihnachten bzw. Schokolade, Kuchen und Plätzchen, auch nochmal ein bisschen mehr, wenn man vorher etwas weniger davon hatte. Da haut man nochmal mit mehr Elan rein.
Das erinnert mich an Erlebnis in einem Kloster am Ende der Fastenzeit. Ich hatte damals das große Glück, dass ich neben einem Frater zum Sitzen kam, der ein ganz strenger Faster war. Der aß selbst zum Mittagessen immer nur eine Scheibe Brot. Ob er zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag überhaupt was gegessen hat, daran habe ich so ein bisschen meine Zweifel. Aber am Ostersonntag, zum Hauptmahlzeit am Mittag, da hat er richtig schön gespachtelt. War aber auch lecker. Aber ich würde wetten, ihm hat's sogar noch besser geschmeckt, weil er vorher streng gefastet hat.

In diesem Sinne denken wir an die Hl. Theresa: Jetzt ist Fasten, und an Weihnachten Rebhuhn.

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