Dienstag, 29. November 2011

Religion macht unsportlich

Wer in nächster Zeit einem befreundeten Atheisten begegnet, der wird sich vielleicht auch anhören können, dass Glauben nicht nur eine Illusion sei, sondern auch gesundheitsgefährdend.
Nicht nur weil man unter Umständen in die Verlegengheit kommt, für seinen Glauben zu leiden.
Nein auch deshalb, weil Glaube unsportlich macht. Das hat jetzt eine ETH-Studie bei Primar-Schülern in der Schweiz herausgefunden. Demnach schneiden konfessionslose Schülerinnen am besten im Sport ab, an dritter Stelle kommen Katholiken, an vierter Stelle muslimische Mädchen.

Also ich für meinen Teil kann das nur bestätigen. Ich bin ja auch katholisch und kollossal unsportlich. Andererseits kenne ich einen Mönch, der mir das Tragen eines Baldachins mit der Begründung verweigerte, er hätte mich noch nie im Kraftraum gesehen. Wo er sich offenbar regelmäßig aufhält. Und ich kenne einen anderen Mönch, um die 70, der regelmäßig einen ganzen kleinen Lastwagen Wasserflaschen ins Kloster karrt.

Was sagt uns das: Religion wirkt sich auf die eigene Unsportlichkeit nur bedingt und nur Zeitweise aus. Dafür aber auf das Seelenheil unbedingt und ewig. Also mir ist das Seelenheil wichtiger. Aber ein Atheist setzt die Prioritäten ja anders.  

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/MuslimMaedchen-schneiden-in-Sporttest-am-schlechtesten-ab/story/22114952

Kommentare :

  1. Da müsste man zunächst einmal fragen, in wie weit sich die (z.B. kath.) Mädchen denn religiös betätigt haben bzw. ob sie "praktizierend" waren, und in welcher Weise.

    Es stimmt wohl, dass ein gläubiger, praktizierender Christ an erster Stelle für sein Seelenheil sorgen und dass er andere Dinge, z. b. Sport, zugunsten von Gebet oder Apostolat zurückstellen wird.

    Mir geht das im Moment auch so - und bloggen ist ja auch nicht gerade besonders schweißtreibend - (manchmal schon ;-))

    Es sollte aber so sein, dass man sich einigermaßen fit hält. Man bedenke, dass der Leib uns von Gott geschenkt wurde, und dass er ein Tempel des allerhöchsten Gottes ist.

    Der gute P. Wallner ist ein leuchtendes Beispiel für einen sportlichen Ordensmann. Ob es immer Fitness-Club oder Kraftraum sein muss - ich weiß es nicht.

    Auf jeden Fall sollte man täglich an die frische Luft und sich ordentlich warmlaufen.

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  2. Das eine schließt das andere nicht zwangsläufig aus. In Berlin habe ich eine Jogging-Runde, für die ich 30 Minuten brauche. Das reicht genau für einen Rosenkranz.

    LG, JoBo

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  3. Ich vergleiche den Leib des Menschen gerne mit einem Tempel. Der Tempel muss sowohl von außen gesäubert werden - das ist der Körper - als auch von innen - das ist die Seele, die der Körper enthält.
    Von daher könnte man die angenommene größere Sportlichkeit von Atheisten dadurch erklären, dass sie sich vor allem/nur um das Äußere des Tempels kümmern, während der Gläubige auch noch das Innere sauber halten muss.

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  4. Zu Jobo72:
    Kann man beim Joggen den Rosenkranz beten?
    Ich schaff das immer nie

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  5. Lieber MC!
    Als Kollege (Theologe,(halber)Historiker,Benedikt-Pius-Fan, katholisch-konservativ, unsportlich)kann ich dir empfehlen, einmal das Buch "Lebenslust" von Manfred Lütz zu lesen. Er beschreibt darin sehr schön Sport und Fitneßkult als Ersatzreligion und liefert jede Menge Ausreden für katholisch-barocke Lebensfreude.
    In diesem Sinne ein erbauliches Nikolausfest!
    Archangelus

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  6. An Archangelus:

    Danke für den Hinweis. Da werde ich doch mal rein schauen.

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